Die Anwält*innen von Popstar Justin Bieber (28) haben am Freitag (19. März) in Los Angeles eine Anklage wegen übler Nachrede zurückgezogen. Die Klage war quasi eine Gegenklage gewesen.

Beschuldigung auf Twitter

2020 hatten zwei Frauen behauptet, dass der Kanadier sie belästigt habe. Eine der Klägerinnen, die nur unter dem Namen Danielle bekannt ist, behauptete am 20 Juni auf Twitter, dass der Teenieschwarm sie vor Jahren in seinem Hotelzimmer in Austin beim Festival South by Southwest angegriffen hätte. Die Anwälte reagierten sofort und produzierten Beweise, dass ihr Klient gar kein Zimmer dort hatte und stattdessen ein Haus mit seiner damaligen Freundin Selena Gomez gemietet hatte. Als die Nachricht von dem angeblichen Angriff die Runde machte, meldete sich Khadidja Djibrine auf Twitter und erklärte, dass der Künstler sie im März 2015 in einem New Yorker Hotelzimmer attackiert habe. Auch hier produzierten die Anwälte Beweise, dass der Chartstürmer zu dem Zeitpunkt bei der Met Gala Afterparty war.

Justin Bieber will nicht mehr klagen

Justin Bieber und seine Berater*innen scheinen aber nun keine Lust auf einen Medienrummel zu haben und ließen die Klage gegen die beiden Frauen fallen. Laut 'Rolling Stone' ist nicht klar, ob man sich außergerichtlich geeinigt habe oder man sich einfach so entschlossen hat, das Ganze nicht vor Gericht auszutragen. Seine Anwält*innen sparten nicht mit scharfen Worten, als sie ihre Klage veröffentlichten: "Es ist völlig klar, dass diese beiden Individuen aus dem Klima der Angst, das derzeit die Unterhaltungsindustrie, Hollywood und Unternehmen beherrscht, Kapital schlagen wollten. Es steht zurzeit jedem frei, ohne Konsequenzen Behauptungen aufzustellen, (egal, wie abscheulich, unbegründet und nachweislich falsch sie sind)." Justin Bieber hat nun aber doch auf Konsequenzen verzichtet und lässt die Sache auf sich beruhen.

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