Nach dem jetzigen Stand der Dinge wird Marilyn Manson (53) vorerst nicht wegen sexueller Übergriffe angeklagt werden. Die Polizei von Los Angeles hatte am Montag (19. September) Beweise gegen den Schock-Rocker ('The Beautiful People') an die Staatsanwaltschaft weitergereicht.

Anschuldigungen liegen Jahre zurück

Doch die Strafverfolgung ließ jetzt verkünden, dass man mehr Beweismaterial brauche, bevor es zu einer Anklage gegen den Musiker kommen könne. Dabei hat das Los Angeles County Sheriff’s Department bereits 19 Monate darauf verwendet, den Fall gegen den Sänger zu bündeln. Ihm werden unter anderem sexuelle Übergriffe und häusliche Gewalt vorgeworfen. Die Untersuchungen gestalten sich schwierig, weil die konkreten Fälle, die die Klägerinnen zu verhandeln hoffen, bereits eine Weile zurückliegen — sie ereigneten sich 2009 und 2011. Die Namen der Klägerinnen sind von den Behörden bislang nicht öffentlich gemacht worden.

Geht Marilyn Mansons Fall vor Gericht?

Im District Attorney’s Office, der zuständigen Staatsanwaltschaft, machte man am Dienstag klar, dass man davon ausging, dass die bislang eingereichten Dokumente mit Beweisen gegen Marilyn Manson, der mit bürgerlichem Namen Brian Hugh Warner heißt, unvollständig seien. "Wenn wir alles erhalten haben, werden erfahrene Strafverfolger alles, was ihnen vorliegt sorgfältig und überlegt durchgehen, bevor sie eine Entscheidung darüber treffen, ob eine Anklage erhoben wird. Diese Untersuchung wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Wir möchten aber betonen, dass unsere Behörde die Anschuldigungen sehr ernst nimmt." Es scheint also, als würde es noch eine ganze Weile dauern, bis Marilyn Manson vor Gericht steht — wenn überhaupt.

Bild: Faye's Vision/Cover Images