R Kellys Anwälte verklagen Berichten zufolge das „Arbeitslager“-Gefängnis, in dem er aktuell einsitzt, auf 100 Millionen Dollar.
Jennifer Bonjean, die Anwältin des verurteilten Sexualstraftäters, kündigte die Aktion am Freitag (1. Juli) an und sagte, Grund dafür sei, dass der Sänger „illegal“ im Metropolitan Detention Center (MDC) in Brooklyn wegen Selbstmordgefahr unter Beobachtung stehe. Der Musiker wurde dort inhaftiert, nachdem er wegen Sexhandels und Missbrauch junger Mädchen zu 30 Jahren Haft verurteilt wurde. Kelly fordert nun nicht näher spezifizierten Schadenersatz und Strafschadenersatz, obwohl jetzt berichtet wurde, dass die Liste darauf hindeutet, dass Kelly 100 Millionen Dollar (etwa 95 Millionen Euro) verlangt.

Es ist das gleiche Gefängnis, in dem die verurteilte Sexhändlerin Ghislaine Maxwell (60) inhaftiert ist.
Bonjean sagte am Freitag (1. Juli) auf Twitter: „Heute Abend haben wir das MDC Brooklyn verklagt, weil es R. Kelly illegal unter Selbstmordwache gestellt hat.“ Sie fügte hinzu: „R. Kelly ist nicht selbstmordgefährdet. Er war nach seiner Urteilsverkündung in guter Erwartung und bereit, gegen das Urteil zu kämpfen. Ihn unter Selbstmordwache zu stellen, war ein Strafverhalten des @BureauOfPrisons.“

Die Anwältin fügte gegenüber ‚Fox News‘ hinzu, dass die Überwachung „gegen seine Rechte aus dem achten Verfassungszusatz“ verstoße. Sie sagte ‚NBC News‘ auch: „MDC Brooklyn wird wie ein Arbeitslager geführt. Mein Partner und ich sprachen mit Herrn Kelly nach seiner Verurteilung. Er machte deutlich, dass es ihm geistig gut ginge, er sich angemessen benehme und erpicht darauf sei, seine Berufung fortzusetzen.“

Selbstmordwache führt typischerweise dazu, dass ein Gefangener in eine nackte Zelle gesteckt wird und einen reißfesten, einteiligen Kittel zum Tragen bekommt. Es beinhaltet auch oft eine erhöhte Beobachtung durch Wärter. Kelly – mit bürgerlichem Namen Robert Sylvester Kelly – wird sich im August einem zweiten Prozess wegen des Vorwurfs stellen, Bilder von sexuellem Kindesmissbrauch besessen zu haben. Er wurde am Mittwoch (29. Juni) vom US-Bezirksgericht in New York zu drei Jahrzehnten Gefängnis verurteilt, weil er einen Plan zur Anstiftung und sexuellen Ausbeutung junger aufstrebender Sänger und minderjähriger Kinder geleitet hatte.

©Bilder:BANG Media International – R Kelly 2019 Hearing – Chicago – Scott Olson – Getty