Sir Paul McCartney veröffentlicht stummen Song für KI-Protestalbum

Paul McCartney – Glastonbury 2022 – Avalon
Sir Paul McCartney hat sich mit einem ungewöhnlichen Projekt gegen die KI-Urheberrechtsstrategie der britischen Regierung zur Wehr gesetzt. Der 83-jährige Beatle hat einen „stummen“ Track aufgenommen, der als Bonus auf der physischen Version seines Kompilationsalbums ‚Is This What We Want?‘ erscheinen wird. Bereits zu Beginn des Jahres wurde das Album digital veröffentlicht und umfasst stille Aufnahmen aus leeren Tonstudios – eine kreative Art, auf die Bedeutung des menschlichen Schaffens in der Musikproduktion hinzuweisen.
Die Stimme der Künstler vereint
Über 1.000 Künstler, darunter prominente Namen wie Kate Bush, Damon Albarn und Annie Lennox, haben sich diesem Projekt angeschlossen. Interessanterweise ergibt das Tracklisting von ‚Is This What We Want?‘ einen bedeutenden Satz: „Die britische Regierung darf Musikdiebstahl zugunsten von KI-Firmen nicht legalisieren.“ Kate Bush, die legendäre Sängerin von ‚Wuthering Heights‘, brachte es auf den Punkt: „In der Musik der Zukunft – werden unsere Stimmen ungehört bleiben?“ Das Album wird am 8. Dezember veröffentlicht, und alle Erlöse gehen an die Wohltätigkeitsorganisation Help Musicians, die Künstler in schwierigen Zeiten unterstützt.
McCartney ist nicht allein in seinem Engagement. Zusammen mit 400 anderen Künstlern, darunter Sir Elton John, Dua Lipa und Coldplay, hat er einen offenen Brief an den britischen Premierminister Sir Keir Starmer unterzeichnet. Darin fordern sie, dass ihre Werke vor der Nutzung durch KI-Trainingsmodelle geschützt werden. McCartney warnte, dass Künstler nicht ihre Rechte abtreten sollten, und erläuterte der BBC: „Da gibt es junge Leute, die schreiben wunderschöne Songs – und am Ende besitzen sie nicht mal die Rechte daran.“ Es ist klar, dass die Künstlerstimme gehört werden muss, um die Kreativität zu schützen.





