„Videos direkt melden“: Vincent Gross wehrt sich gegen Todesmeldung

Bei Auftritten wie im Juli beim Schlagermove in Hamburg zeigt sich Vincent Gross stets gutgelaunt. Eine falsche Todesmeldung hat ihn jetzt aber verblüfft. Foto: imago images/Eventpress/Becher
Immer wieder erscheinen in sozialen Netzwerken falsche Todesnachrichten. Nun hat es auch den Schlagersänger Vincent Gross (29) getroffen. Der Schweizer wollte auf YouTube eigentlich nur nachschauen, wie das aktuelle Musikvideo läuft, wie er dem Schweizer "Blick" erklärte. Stattdessen stieß er auf seinen eigenen Nachruf. "Endstadium Krebs: Vincent Gross verabschiedet sich von seinen Schweizer Fans", lautet die Schlagzeile eines Clips, der ihm eine tödlich verlaufende Darmkrebserkrankung andichtet.
"Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen soll", sagt Gross. Fassungslos macht ihn vor allem, dass jemand die "Dreistigkeit hat, einfach so etwas zu erfinden". Sein erster Gedanke: "Ich glaub ich spinn!"
Der Sänger gibt selbst Entwarnung
Statt die Sache auf sich beruhen zu lassen, meldete sich der Basler, der 2023 mit Kollegin Anna-Carina Woitschack (33) die erste Staffel der RTL-Show "Die Verräter" gewann, bei seinen knapp 200.000 Followern auf Instagram. "Leute, ich wollte euch eben mitteilen, dass ich letzte Woche schon wieder gestorben bin", sagt er dort in einem Video und liest die Schlagzeile vor. Dazu schreibt er: "Bin letzte Woche anscheinend an Darmkrebs gestorben… Keine Angst – ich bin wohlauf und kerngesund!"
Er habe den Beitrag "präventiv" geteilt, "um die Masche zu erklären, die hinter diesen vermeintlich tragischen Fake-News-Videos steckt". Sein Rat an die Fans: "Nicht alles glauben und solche Videos direkt melden!"
Auch Beatrice Egli taucht in dem Fake auf
Erfunden ist an dem Video nicht nur der Tod. Gross soll darin seine Diagnose öffentlich gemacht haben und mit Liedern wie "Joana" bekannt geworden sein. "Das sind nicht mal Songs von mir", stellt er klar. Hineingezogen wurde außerdem seine Kollegin Beatrice Egli (38). Darüber kann Gross dann doch lachen: "Immerhin: Beatrice trauert um mich."
Hinter solchen Clips steckt ein Geschäftsmodell. Die Urheber bauen Fotomontagen, veröffentlichen sie im Stil eines Medienunternehmens, damit alles echt aussieht, und verdienen an der Werbung, die vor dem Video läuft. Gross nennt das eine "relativ skrupellose Masche", der praktisch jede Künstlerin und jeder Künstler zum Opfer falle.
"Ein Fass ohne Boden"
Neu ist das Problem für ihn nicht. "Es ist halt auch kein Einzelfall. Solche Videos kommen einfach immer und immer und immer wieder", sagt er dem "Blick". Und: "Bei einem Autounfall bin ich ja auch schon ein paar Mal gestorben."
Melden hilft nur begrenzt, die Sache sei "ein Fass ohne Boden": Werde ein Account gesperrt, sei am nächsten Tag der nächste mit denselben Inhalten online. Gross wundert sich, warum eine Plattform wie YouTube solche Videos nicht vor der Veröffentlichung prüft und im Zweifel gleich entfernt.
(ae/spot)





