Werner Herzog lehnt ‚außer Konkurrenz‘-Platz in Cannes für seinen neuen Film ‚Bucking Fastard‘ ab

Foto (c) Bang Showbiz // Werner Herzog – March 2011
Werner Herzogs neuer Film ‚Bucking Fastard‘ wurde vom Filmfestival in Cannes zurückgezogen.
Der Schritt soll erfolgt sein, nachdem der legendäre deutsche Filmemacher (83) sich geweigert hatte, den Film außerhalb des Hauptwettbewerbs zu präsentieren. Hintergrund war die zunehmende Kritik daran, wie das prestigeträchtige Festival seine wichtigsten Titel auswählt. Es wurde erwartet, dass Werner das Drama mit Rooney Mara und Kate Mara bei den Filmfestspielen von Cannes 2026 vorstellen würde, nachdem das Projekt zunächst in den Ankündigungen zum Festivalprogramm erwähnt worden war. Ein Sprecher des Films bestätigte jedoch, dass die Produktion nicht mehr in Cannes gezeigt werde, nachdem die Organisatoren angeblich abgelehnt hatten, den Film in den Wettbewerb um die Goldene Palme aufzunehmen.
Der Streit wurde bereits mit dem Fall des Filmemachers Jim Jarmusch verglichen, der ebenfalls einen Platz außerhalb des Wettbewerbs für seinen Film ‚Father Mother Sister Brother‘ (2025) ablehnte, bevor dieser in Venedig Premiere feierte und dort später den Goldenen Löwen gewann. Werner, der durch Filme wie ‚Aguirre, der Zorn Gottes‘, ‚Fitzcarraldo‘ und die Dokumentation ‚Grizzly Man‘ als einer der einflussreichsten Autorenfilmer des Kinos gilt, ist weiterhin eine prägende Figur des internationalen Films und arbeitet sowohl im Spielfilm- als auch im Dokumentarbereich. Ein Sprecher von ‚Bucking Fastard‘ erklärte: „Bucking Fastard wurde als offizieller Beitrag für die Filmfestspiele von Cannes 2026 eingeladen, was die Filmemacher jedoch ablehnten.“
Laut ‚Variety‘ hoffte Werner nach Angaben von Insidern aus der Produktion, dass Rooney Mara und Kate Mara durch einen Wettbewerbsplatz für Schauspielpreise infrage kämen, wegen ihrer angeblich „erschütternden Darstellungen“ im Film. Die Organisatoren von Cannes lehnten Berichten zufolge eine Stellungnahme ab. Die Meinungsverschiedenheit erinnert an Kommentare von Jim Jarmusch aus dem vergangenen Jahr über den Auswahlprozess in Cannes, nachdem seinem Film ein Wettbewerbsplatz verweigert worden war. Im Gespräch mit ‚IndieWire‘ sagte Jim: „Ich habe ihn in Cannes eingereicht, und uns wurde gesagt: ‚Er wurde nicht für den Wettbewerb ausgewählt. Vielleicht nehmen wir ihn in eine andere Sektion auf.'“ Er ergänzte: „Darauf habe ich geantwortet: ‚Ich habe seit fünf Jahren keinen Film gemacht. Ich war schon viele Male in Cannes. Das ist für mich nicht angemessen.'“ Jim fuhr fort: „Der Wettbewerb ist für mich in Cannes sehr wichtig – nicht wegen des Wettbewerbs selbst, sondern wegen der Aufmerksamkeit für die Veröffentlichung meines Films, damit ich anfangen kann, die Investoren zurückzuzahlen und einen weiteren Film machen kann. Es geht nicht um Preise.“





