Gerade einmal 46 Jahre war Gaby Köster (60) alt, als sie Anfang 2008 einen schweren Schlaganfall erlitt. Mehr als drei Jahre dauerte es anschließend, bis die Öffentlichkeit vom Schicksal der Komikerin und Schauspielerin ('Ritas Welt') erfuhr. Ihr Schicksal verarbeitete der Star schließlich in einem Buch ('Ein Schnupfen hätte auch gereicht – meine zweite Chance'), welches später sogar verfilmt wurde. Bis heute kann sie ihren linken Arm nicht bewegen.

"Ich wollte raus!"

Jetzt ist Gaby Köster wieder da. Am Mittwoch (19. Januar) ist die quirlige Kölnerin in der Reise-Doku 'Gaby Köster — Meine verrückte Bucket List' auf RTL zu sehen. Darin arbeitet sich die seit ihrem Schlaganfall im Rollstuhl sitzende Gaby durch Wünsche, die sie sich bislang nicht erfüllen konnte. "Das war meine Idee. Ich wollte raus! Ich bin ein reiselustiger Mensch", beschrieb Gaby Köster gegenüber 'Bild' die Entstehungsgeschichte der Dokumentation. "Das war bei meinen Einschränkungen und dazu noch Corona natürlich nicht einfach. Aber es geht trotzdem. Und das wollte ich zeigen." So besucht sie eine Kommune und reitet auf einem Camargue-Pferd: "Es war ein Abenteuer – und das habe ich gemeistert."

Gaby Kösters mühsamer Lernprozess

Der Schlaganfall schob bei Gaby Köster einen mühsamen Lernprozess an, denn bis dato war sie stets unabhängig gewesen, hatte selbst mit angepackt, wo sie nur konnte. "Nach dem Schlaganfall musste ich erst lernen: Andere um Hilfe zu bitten ist nicht einfach, aber machbar und oft bereichernd", erzählte der Star der Boulevardzeitung 'tz'. Doch auch die Menschen um sie herum mussten lernen: "Wenn ich merke, dass Leute, die mich an der Hand nehmen, Hemmungen haben, dann sage ich immer: Du musst einfach so tun, als wäre ich deine besoffene Freundin und du bringst mich nach Hause."

Wie sehen ihre Wünsche für die Zukunft aus? Hawaii würde sie gern besuchen. "Aber erst mal hoffe ich, dass die Zuschauer an dieser ersten Reise, die für mich die lustigste Klassenfahrt meines Lebens war, so viel Spaß haben wie ich", versicherte Gaby Köster.

Bild: Horst Galuschka/picture-alliance/Cover Images