Einst gehörte sie zu den bekanntesten Gesichtern des deutschen Fernsehens. Doch 2009 wurde das Leben von Monica Lierhaus (51) für immer auf den Kopf gestellt. Die beliebte 'Sportschau'-Moderatorin wollte sich ein Hirn-Aneurysma entfernen lassen, doch die OP ging schief.

"Früher war die Entwicklung viel schneller"

Seitdem kämpft sich der Star Schritt für Schritt ins Leben zurück. Zwei Jahre nach der verpfuschten Operation trat die TV-Journalistin erstmals wieder in der Öffentlichkeit auf. Trotz aller Gerüchte über ein Karriereende ist die Moderatorin auch heute noch im Geschäft, macht Sport-Interviews für den Sender Sky. Vor allem aber arbeitet sie nach wie vor fleißig daran, sich die Dinge wieder anzutrainieren, die die meisten von uns für selbstverständlich halten. Anfang Oktober erzählte sie im Gespräch mit 'Gala': "Früher war die Entwicklung viel schneller, jetzt geht es nur noch ganz langsam. Aber immerhin, ein bisschen was geht noch."

Monica Lierhaus macht immer wieder Fortschritte

In einem 'Bild'-Interview ging Monica Lierhaus jetzt in weitere Details. Es ginge ihr den Umständen entsprechend gut: "Der letzte Fortschritt, den ich gemacht habe, ist, dass ich jetzt alleine vom Boden aufstehen kann. Das hat 10 Jahre gedauert, aber jetzt kann ich es wieder. Das fühlt sich toll an." Sie weiß, dass es nur schrittweise vorangeht: "Man muss lernen, auch diese kleinen Schritte als Erfolge zu feiern – und Dinge, die früher selbstverständlich waren, überhaupt als Erfolge zu sehen." Ihr Hoffnung schöpft sie daraus, dass sie eben immer wieder kleine Erfolge feiern kann.

Eine große Hilfe ist ihr dabei ihre Familie: "Mein Bruder erledigt die bürokratischen Dinge für mich, die Steuer und ähnliche Dinge. Meine Schwester geht für mich einkaufen. Und meine Mutter hat immer ein offenes Ohr beim Kaffee, mit ihr kann ich immer reden." Klar, dass sie dort auch Weihnachten feiert. Einen Mann gibt es nicht in ihrem Leben, doch es fehlt der Moderatorin dennoch an nichts. "Ich kuschele mit meiner Hündin…Und einsam bin ich auch nicht – dafür sorgen meine Familie und meine Freunde", so Monica Lierhaus.

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