Am Freitagnachmittag (29. April) stand fest: Boris Becker (54) hat das bislang härteste Match seiner Karriere verloren. Er muss für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Die Meinungen über das Urteil von Richterin Deborah Taylor gehen indes weltweit auseinander. So findet Boris Beckers Ex-Frau Lilly (45) das Strafmaß viel zu hart.

Amadeus "weiß von nichts"

In einem Interview mit RTL betonte das Model, dass es voll und ganz hinter dem gefallenen Tennis-Idol stehe. "Er hat einen Fehler gemacht. Wir machen alle Fehler. Ich auch, du auch, wir auch. Aber diese Strafe, die er jetzt bekommen hat, hat er einfach nicht verdient", so die Niederländerin, die von der Strafe schockiert ist. Schließlich muss sie jetzt auch dem gemeinsamen Sohn Amadeus klarmachen, dass Papa jetzt im Gefängnis sitzt. Der ist 12 — ein Alter, in dem er seinen Vater eigentlich braucht. "Er weiß von nichts. Jede Mama sollte mich auch verstehen. Keine Ahnung, wie ich das jetzt mache." Sie habe das Urteil nicht erwartet, so die Laufstegschönheit weiter und werde jetzt erst einmal beten.

Lilly Becker steht hinter Boris

Dennoch ist es Lilly Becker wichtig, dass alle wissen: "Ich stehe hinter Boris. Was auch geschieht, was auch geschehen sollte. Er ist der Vater meines Sohnes und ich bin geschockt, wie alle." Sie sei im Vorfeld fest davon überzeugt gewesen, dass ihr Ex-Mann nicht ins Gefängnis müsste. "Er hat ja niemanden umgebracht. Was jetzt passiert, hat mit Steuern zu tun." Wiederholt sprach sie im Interview von "einem Fehler", nicht von einer Straftat.

Schon im Vorfeld der Verkündung hatte sie hinter Boris Becker gestanden, erklärte Ende März gegenüber 'Bild': "Es ist schwer, den Vater meines Sohnes in einer solchen Situation zu sehen. Ich blicke mit einem unwohlen Gefühl auf den Prozessbeginn." Dieses unwohle Gefühl hat sich jetzt für Lilly Becker bestätigt.

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