Shermine Shahrivar

Shermine Shahrivar

Shermine Shahrivar beim Bambi-Dinner: Starkes Statement für die Frauen im Iran

Shermine Shahrivar (40) leidet mit den Frauen im Iran, die gegen ihre Unterdrückung protestieren, und nutzte ihren Auftritt beim Tribute to Bambi Spendendinner 2022, das am Mittwoch (5. Oktober) in Berlin stattfand, um ihre Solidarität mit ihnen zu demonstrieren. Mit roter Farbe schrieb sie sich das Wort Freiheit auf den Körper – das persische Azadi prangt groß auf ihrem Dekolleté.

Shermine Shahrivar protestiert

Das Model, das 2005 zur Miss Europe gewählt wurde, hat selbst iranische Eltern und wurde in Teheran geboren, bevor es als Einjährige mit seiner Familie nach Deutschland kam. Seit am 13. September die 22-jährige Mahsa Amini wegen eines zu locker getragenen Hijabs von der Sittenpolizei verhaftet und wenige Tage später tot aufgefunden wurde, brodelt es vor allem in der Hauptstadt des Iran. Besonders junge Frauen wollen sich den strengen Regeln nicht länger unterwerfen. Shermine zeigt sich solidarisch: "Es geht um die Frauen, die im Iran mit ihrem Leben um ihr Leben kämpfen. Die große Courage zeigen und sich auf die Straßen stellen und um mehr Freiheit und um ihre Menschenrechte kämpfen. Deshalb stehe ich heute hier, weil die Berichterstattung leider in der letzten Zeit in Deutschland nicht so war, wie wir uns das gewünscht hätten", sagte sie 'Bunte' und erklärte: "Ich war nie wieder dort, denn auch ich würde dort gesteinigt werden, wenn ich dorthin reisen würde."

Solidaritätserklärungen der Stars

Shermine ist zum Glück nicht die einzige, die dafür sorgt, dass die Proteste weiterhin Schlagzeilen machen. Schauspielerin Juliette Binoche schnitt sich demonstrativ in einem Video eine Haarsträhne ab, gefolgt von weiteren Frauen und Stars wie Charlotte Rampling, Isabelle Huppert, Marion Cotillard und Isabelle Adjani. Das Video war unterlegt mit einer persisch gesungenen Version des international bekannten Protestsongs 'Bella Ciao'. Über das Video wird weltweit berichtet, es wird immer wieder geteilt. Das war auch das Anliegen, das Shermine mit ihrem Auftritt auf dem roten Teppich verfolgte: "Es darf nicht weggeschaut werden. Es muss Berichterstattung geben und wir müssen den Frauen zeigen, wir sehen sie und wir sind für sie da und wir sind ihre Stimme", betonte Shermine Shahrivar.

Bild: picture alliance/dpa | Christoph Soeder