Deutsche Online Casinos. Foto: Adobe / Tomasz Zajda

Das bedeuten die 1-Euro-Limit-Regel sowie weitere Regulierungen für deutsche Online-Casinos

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Während die Tatsache, dass der deutsche Gesetzgeber einen Konsens über das zukünftige Regulierungsmodell für Glücksspiele erzielt hat, viele Bundesländer erfreut, ist mittlerweile jedoch ziemlich klar, dass die vorgeschlagenen Kontrollen für Online-Slots und Casinos der Branche weitere Probleme bereiten dürften.

Der mit 1. Juli dieses Jahres innerhalb Deutschlands in Kraft getretene  Glücksspielregulierungsstaatsvertrag sieht nämlich vor, dass die Casinovorschriften zwischen Lizenzen für „virtuelle Spielautomaten“ und Online-Casinospielen aufgeteilt werden.

Die Slot-Lizenz ermöglicht es den Betreibern, ein Online-Äquivalent einer landgestützten Spielbank bereitzustellen, unter Ausschluss anderer klassischer Casinospiele wie zum Beispiel Roulette oder Black Jack. Es wird jedoch erhebliche zusätzliche Einschränkungen geben, wie zum Beispiel ein Einsatzlimit von 1 € pro Spin – Sie haben richtig gelesen, pro Setzrunde darf nicht mehr als 1 € Einsatz verwendet werden, was vor allem für Highroller zum absoluten Problem werden wird.

Darüber hinaus müssen zwischen jedem Spin mindestens 5 Sekunden Zeit vergehen, die Autoplay-Funktion fällt komplett weg, da sie ab jetzt verboten ist, und die Lizenznehmer können ab jetzt auch keine Slot-Jackpots mehr anbieten. Damit werden die aktuellen Vorschriften für Spielautomaten in Spielhallen und Kneipen auf die Online-Casinos übertragen.

Online-Casinospiele werden unterdessen als „virtuelle Bankhalterspiele“ definiert. Darunter fallen Glücksspiele wie Roulette oder Black Jack sowie die Übertragung von Live-Versionen dieser Spiele.

Bundesländer haben ab jetzt jedoch die Möglichkeit, eigene Kontrollen für Online-Casinos einzuführen. Damit liegt es jetzt auch in ihrer Hand, ihr Monopol auf „virtuelle Bankhalterspiele“ auszudehnen oder privaten Betreibern so viele Lizenzen anzubieten, wie für landgestützte Casinos verfügbar sind.

In den meisten Fällen würde dies nur eine Online-Casino-Lizenz pro Bundesland bedeuten. In einem Bundesland wären höchstens drei verfügbar, passend wie zum Beispiel zu den drei stationären Spielbanken in Hessen. Es wird für die Länder jedoch Spielraum geben, um gegebenenfalls auch mehr Lizenzen zu erteilen.

„Es wird interessant sein zu beobachten, wer am besten positioniert ist, um diese Lizenzen zu erhalten, wenn ein Staat sich nicht für die Monopollösung entschieden hat“, meinen Experten innerhalb Glückspielszene. „Vielleicht der lizenzierte Betreiber des landbasierten Casinos?“

Letztendlich kamen viele Experten zu dem Schluss, dass die hohe Nachfrage nach Online-Slots auf dem heutigen Markt „katastrophale“ Folgen für die Ausrichtung der Spieler auf legale Angebote haben würde, falls die Vorschriften unverändert blieben.

„Die Minister hätten immer noch die Möglichkeit gehabt, diese Regelungen zu ändern“, erklärten sie weiter. „Wer diesem Gesetz zugestimmt hat, hat überhaupt nicht verstanden, worum es geht.“

Die Experten argumentieren, dass der Vertrag anscheinend dazu gedacht ist, das staatliche Lotteriemonopol zu stärken, aber wenn er solche schädlichen Kontrollen für private Betreiber vorsieht, könnte er letztendlich den gegenteiligen Effekt erzielen.

„Man kann den Eindruck gewinnen, dass die Entscheidungsträger in Deutschland von unrealistischen und einseitigen interessengetriebenen Ansätzen beeinflusst werden“, meinen die Experten dazu weiter. „Das ist fatal, denn diese Regulierungen hätten eigentlich rechts- sowie zukunftssicher werden sollen.

„Meine Hauptsorge ist mittlerweile, dass das notwendige Know-how, um diese Dinge zu durchschauen, entweder nicht immer vorhanden oder gar nicht gewünscht ist“, ergänzte dazu noch ein Experte.

Während der Vertrag vom Landeslotterieverband, dem Deutschen Lotto- und Totoblock (DTLB), begrüßt wird, hat die Betreiberorganisation des Deutschen Sportwetten-Verbandes (DSWV) eine Reihe von Elementen kritisiert.

Der DSWV hat insbesondere die obligatorischen Ausgabenobergrenze, die auf allen Websites nicht mehr als 1.000 € pro Spieler betragen darf, sowie die Beschränkungen der In-Play-Wettmärkte bemängelt. Die Organisation stellte auch die Entscheidung in Frage, den Zugang zu einer Spieleseite für fünf Minuten nach dem Abmelden von einer anderen Spieleseite zu sperren.

Jedenfalls sind diese Regulierungen wie ein Schlag ins Gesicht für Spieler als auch Casinos. Wer sich nicht mit den neuen Einschränkungen herumschlagen möchte, für den gibt es hier eine Liste mit Casinos ohne Limit.

Foto: Adobe / Tomasz Zajda

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