Larry David ist ein echter Weihnachtsmuffel.
Von wegen die schönste Zeit des Jahres: Dem US-Comedian graut es jedes Mal wieder aufs Neue, wenn Weihnachten vor der Tür steht. Der Grund dafür: Er will sich nicht aus seinem gewohnten Alltag reißen lassen. „Ich fürchte mich vor den engen sozialen Begegnungen mit um die hundert Verwandten. Ich bin ein Gewohnheitstier und kann nichts tolerieren, das mich aus meiner normalen Routine wirft. Aus diesem Grund hasse ich alle Feiertage, aber keine so sehr wie Weihnachten“, gesteht er im Interview mit ‚Air Mail‘.

Das ist allerdings ist nicht der einzige Punkt, der dem ‚Seinfeld‘-Star an Weihnachten stört. „Da ist die abscheuliche Musik. Die Filme mit ihren lächerlichen, schmalzigen Gefühlen. Die Geschenke – dass man über sie nachdenken und sie kaufen muss (nie ohne Groll) und der damit verbundene Müllhaufen, der sich beim Öffnen ansammelt – eine Umweltkatastrophe, die zum gleichen Zeitpunkt in den Wohnzimmern des ganzen Landes stattfindet“, zählt der 74-Jährige auf.

Doch damit nicht genug: Larry kritisiert außerdem die „falsche Gutmütigkeit und unsinnige Feiertagsstimmung“, die sich direkt nach Weihnachten in Luft auflöse. Der Darsteller vergleicht sich sogar mit dem berühmt-berüchtigten Griesgram Ebenezer Scrooge aus Charles Dickens‘ ‚Weihnachtsgeschichte‘. Letztendlich habe Larry über die Jahre erfolgreich alle Verwandten und Freunde mit seinem Groll abgeschreckt. „Ich war alleine am ersten Weihnachtsfeiertag. Alleine! An Weihnachten! All diese Jahre voller Beschwerden und Nörgeln haben sich endlich gelohnt. Ich wurde von allen, die ich kannte, beneidet“, lacht der Schauspieler.

©Bilder:BANG Media International – Larry David – Splash – Nov 2014