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„Das Zeiträtsel“: Lohnt sich das neue Fantasy-Abenteuer von Disney?

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Mit dem Film „Das Zeiträtsel“ (im Original: „A Wrinkle In Time“) bringt Walt Disney Pictures ein neues Fantasy-Familien-Abenteuer an den Start. Der Film von Regisseurin Ava DuVernay basiert auf dem Romanklassiker „Die Zeitfalte“ von Madeleine L’Engle. Das Buch aus dem Jahr 1962 wurde mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet, nachdem es von 26 Verlagen mit der Begründung abgelehnt wurde, ein Buch mit einem Mädchen als Protagonistin werde sich nicht verkaufen. Kann der neue Abenteuerfilm nun ebenso überzeugen wie die Romanvorlage?

Darum geht es

Meg Murry (Storm Reid) ist ein typischer Teenager, der einfach nur dazugehören möchte. Die Tochter zweier weltberühmter Physiker ist, genau wie ihr kleiner Bruder Charles Wallace (Deric McCabe), hochintelligent und auf einzigartige Weise begabt. Was ihr Leben allerdings noch komplizierter macht, ist das plötzliche Verschwinden ihres Vaters Dr. Alex Murry (Chris Pine).

Als Meg herausfindet, dass es etwas mit dem geheimen Projekt ihrer Eltern zu tun haben muss, nimmt die Sache ganz neue Dimensionen an: Um ihren Vater zu finden, müssen Meg, ihr Klassenkamerad Calvin (Levi Miller) und Charles Wallace dieser mysteriösen Erfindung auf den Grund gehen und sich auf eine gewagte Expedition durch Raum und Zeit begeben, in der sie in Welten vordringen, die sich jenseits jeder Vorstellungskraft befinden. Neben vielen Gefahren gibt es allerdings auch unerwartete Hilfe von drei rätselhaften überirdischen Wesen, die sie auf ihrem Weg begleiten: Mrs. Welche (Oprah Winfrey), Mrs. Soundso (Reese Witherspoon) und Mrs. Wer (Mindy Kaling).

Die Besetzung: Ist namhaft gleich herausragend?

Den Cast für „Das Zeiträtsel“ hat sich Disney einiges kosten lassen. Für die Romanverfilmung konnten Stars wie Reese Witherspoon, Oprah Winfrey und Chris Pine gewonnen werden. Doch leider schadet das dem Kinderfilm (FSK: 6) eher, als dass es ihm nützt. Anstatt den Fokus ganz klar auf die Kinderdarsteller Storm Reid, Deric McCabe und Levi Miller zu ziehen, wirkt es, als wolle DuVernay der Berühmtheit der erwachsenen Schauspieler gerecht werden. Das gelingt leider mehr schlecht als recht. Vor allem, die Szene von Zach Galifianakis als Happy Medium wird Fans des Schauspielers wohl eher enttäuschen.

„12 Years a Slave“-Star Storm Reid und Deric McCabe verleihen als das Geschwister-Duo – bestehend aus dem an sich selbst zweifelnden Mathegenie Meg und dem hochbegabten, altklugen Charles Wallace – mit ihren unterschiedlichen Charakteren dem Film die dringend benötigte Tiefe. Levi Millers Figur Calvin bleibt dagegen leider enttäuschend konturlos. Auch die sich anbahnende Teenager-Liebesgeschichte zwischen ihm und Meg wirkt zum Großteil kitschig und gewollt anstatt süß und natürlich.

Fast schon zu übertrieben wirkt außerdem die Rolle, mit der Oprah Winfrey bedacht wurde. Als Mrs. Welche hat sie Probleme, ihre Körpergröße an ihre Umgebung anzupassen. Dies kommt im Film allerdings nicht wie ein sympathischer Makel rüber – unter anderem weil mit keiner Silbe erklärt wird, wieso das so ist. Stattdessen wirkt Mrs. Welche eben wie eine überdimensionale Oprah mit glitzernden Augenbrauen. Hat man dazu die Wunschvorstellung vieler US-Amerikaner im Kopf, die nach ihrer Golden-Globe-Rede über eine mögliche Präsidentschaft der Talkmasterin diskutierten, wirkt die Inszenierung der 64-Jährigen als himmlische Wächterin im Film eher wie ein schlechter Scherz…

Zu brutal für sechsjährige Kinder?

Die gemeinsame Zeitreise mit den drei Misses führt Meg, Charles Wallace und Calvin als erste Station auf einen weit entfernten Planeten, dessen Landschaft durch üppige, knallbunte und übertriebene Farben und unwirkliche Lebewesen geprägt ist. Letzter Halt ist schließlich der düstere Planet Camazotz, der von einem übermächtigen, durch und durch bösen Wesen namens ES beherrscht wird. Dort wird Dr. Alex Murry gefangen gehalten.

Erwachsene Zuschauer werden sich bei der Gestalt und Fortbewegung des mysteriösen Gegners an das Upside-Down-Monster aus der Netflix-Mystery-Serie „Stranger Things“ erinnert fühlen. Bei diesem Vergleich lässt sich bereits erahnen: Für die jüngsten Zuschauer im Kinosaal könnte das alles etwas zu gruselig werden.

Was macht den Film trotzdem besonders?

Doch gerade für unsichere und an sich selbst zweifelnde Teenager hält „Das Zeiträtsel“ in den 109 Minuten Laufzeit eine wichtige und essentielle Botschaft bereit. Denn die Handlung ist auf der Metaebene von der Message „Akzeptiere und liebe dich selbst, so wie du bist – mit all deinen Fehlern und vor allem mit deinen guten Eigenschaften“ durchzogen.

Das Fazit lautet daher: „Das Zeiträtsel“ mag für die Kleinsten wohl etwas zu brutal und für Erwachsene zu übertrieben und vorhersehbar sein, für junge Erwachsene im Alter der Hauptdarstellerin (circa 12 Jahre) ist das Fantasy-Abenteuer jedoch durchaus empfehlenswert.

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