Florence Welch war im Lockdown kurz davor, wieder einer Essstörung zu verfallen.
Die 35-jährige Sängerin bezeichnet es als „Wunder“, dass sie mehr oder weniger unbeschadet aus der Quarantäne gekommen ist. In der Vergangenheit litt Florence an Magersucht, vor acht Jahren hörte sie außerdem der Gesundheit zuliebe mit dem Trinken auf. Während der coronabedingten Isolation hatte die Musikerin dadurch allerdings auch nicht die Möglichkeit, sich mit Alkohol von ihrer trostlosen Situation abzulenken. Im Interview mit der britischen ‚Vogue‘ sagte sie über die Zeit allein: „Wenn man clean ist, dann bekommt man den ganzen Tag lang die ungefilterte Realität. Man bekommt keine Pause fürs Gehirn. Ich kann jede Person verstehen, die in diesen zwei Jahren einen Rückfall erlitten hat, denn ich war noch nie so nah dran wie in dieser Zeit. Es gab Momente, in denen ich mich gefragt habe, ob ich weniger Zucker essen sollte. Oder ob ich fasten sollte. Und für mich ist das schon heikel. Magersucht gibt dir das Gefühl von Sicherheit, denn du denkst dir, dass du es kontrollieren kannst.“

Gottseidank konnte sich die ‚Stronger‘-Interpretin auf ihren Freundeskreis verlassen. „Ich habe Glück, denn ich habe Menschen, mit denen ich reden kann. Das ist eines der wichtigsten Dinge für jedermann — man muss darüber reden. Und sich nicht für die Gedanken schämen, die in einem hochkommen.“

©Bilder:BANG Media International – Florence Welch – Playhouse Theatre 2021 – Justin Ng/Retna/Avalon.