Helmut Zierl (67) bekannte sich in einem Interview zu einem dunklen Kapitel in seiner Jugend: Fasziniert vom Hippie-Zeitgeist habe er Drogen genommen und zeitweise im Park und unter Brücken gelebt.

Rückblickend naiv gewesen

"Es war 1971, die Hochzeit der Hippies. Man wollte so sein wie die aus Amerika, wie diese Hippies, die dort ihren Ursprung haben. Ich habe dann tatsächlich unter freiem Himmel geschlafen, im Park. Und das wochenlang", erinnerte sich der Star im Gespräch mit 'Bunte'. Rebellion spielte dabei eine wesentliche Rolle, denn je mehr seine Eltern ihm einschärften, die Finger von Drogen zu lassen, desto drängender wurde sein Wunsch danach: "Meine Eltern haben mir das mit den Drogen damals strikt verboten. Und genau das löst Widerstände bei Pubertierenden aus. Bei mir zumindest hat das damals große Widerstände geschürt", sagte er und bezeichnete sich rückblickend als naiven 16-Jährigen, der in gefährliche Situationen hineingestolpert sei.

Helmut Zierl redete offen mit seinen Kindern

Heute würde er vieles anders einschätzen, betonte er. In einem früheren Interview sagte er über seine Zeit in einer Amsterdamer Junkie-WG: "Ich habe sehr viele Drogen genommen, viel mit LSD, Speed oder Mescalin herumexperimentiert. Haschischrauchen war dagegen schon normal", zitierte ihn die Welt. "Der Tod war mein ständiger Begleiter. Auch ich wollte mein Leben wegschmeißen, ohne überhaupt erst richtig zu leben angefangen zu haben."

Seinen drei Söhnen hat der gebürtige Dithmarscher von dieser verrückten Zeit erzählt und warnende Worte gesprochen. "Ich habe meinen Kindern klipp und klar gesagt, dass es mir lieb wäre, wenn sie die Finger davon ließen", verriet der Schauspieler über sein Elterngespräch. Wenn sie jedoch leichte Drogen wie Haschisch oder Alkohol konsumieren wollten, "dann wäre es mir fast lieber, sie würden kiffen, als sich sinnlos zu besaufen. Denn Alkohol ist die wesentlich gefährlichere Droge", warnte Helmut Zierl.

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