Wenn Menschen gestorben sind, dann sind sie weg. Eigentlich eine klare Sache, aber weh tut es trotzdem. Komiker Kaya Yanar (48) muss dies gerade im Fall von Mirco Nontschew (†52) feststellen, und er ist umso trauriger, weil er sich nicht um den Kollegen gekümmert hat.

Aus den Augen verloren

Man habe sich aus den Augen verloren, erzählte der gebürtige Frankfurter traurig in einem YouTube-Video. Die Nachricht vom Tod des Künstlers habe ihn sehr getroffen und er macht sich schwere Vorwürfe, dass er den Kontakt nicht gehalten habe. Es gebe auch keinen Grund dafür, warum er nicht zum Handy gegriffen hätte. "Ich bin so sauer auf mich. Nicht, dass sich irgendein Schicksal geändert hätte. Mir wurde einfach so bewusst, wie endlich das Ganze hier ist." Nun muss der Star mit seinen Schuldgefühlen leben.

Kaya Yanar hilft Humor

Der Comedian kann sich zumindest an seinen Beruf klammern, um aus dieser Stimmungskrise wieder herauszukommen. Witze und coole Sprüche haben ihn immer gerettet, wenn es ihm schlecht ging. "Mein Humor hat mich durch meine schlimme Kindheit gebracht", gestand Kaya Yanar unlängst der 'WAZ'. "Er hat mich mental überleben lassen. Humor finde ich besonders wichtig, wenn es einem schlecht geht. Als Komiker bedeutet es mir viel, wenn ich jemanden aus einem Loch holen kann." Nun ist Kaya Yanar durch Mirco Nontschews Tod in ein Loch gefallen und man wünscht es ihm, dass er bald wieder hinausfindet.

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