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Setzen, sechs: Hat Bob Dylan bei seiner Nobelpreis-Rede geschummelt?

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Ist das Schlitzohr Bob Dylan (76, “Fallen Angels”) etwa beim Schummeln ertappt worden? Für den Mann, der so bedeutende Lieder wie “Like A Rolling Stone” oder “Blowin’ In The Wind” schrieb, müsste es doch ein Leichtes sein, mal eben die obligatorische Vorlesung für die renommierte (und gut dotierte) Nobelpreis-Auszeichnung zu verfassen. Doch ließ sich Dylan nicht nur ewig Zeit, das Schreiben einzureichen. Nein, der Text soll auch noch von der Seite “SparkNotes” abgeschrieben worden sein, wie etwa die “Washington Post” oder “BBC” nun berichtet.

Besagte Internet-Adresse dürfte vor allem Schülern und Studenten bekannt, bei Lehrern und Professoren hingegen verhasst sein. Dabei handelt es sich um eine Webseite, die Zusammenfassungen und Interpretationen von berühmten literarischen Werken anbietet. Praktisch für alle Faulpelze, die es sich ersparen wollen, dicke und sperrige Schinken wie etwa Herman Melvilles “Moby Dick” zu lesen. Doch genau diesen Klassiker hat Dylan als eine seiner Inspirationsquellen angegeben.

Und tatsächlich: einige Stellen seiner Rede weisen erstaunliche Gemeinsamkeiten mit der “Moby Dick”-Zusammenfassung auf der Seite auf, wie “BBC” nahelegt. Um das Preisgeld von umgerechnet rund 800.000 Euro behalten zu dürfen, war Dylan verpflichtet, innerhalb eines halben Jahres nach der Feier die traditionelle Nobel-Vorlesung zu halten oder zumindest, wie geschehen, aufzuzeichnen. Vielleicht hätte Dylan dabei eher “SparkNotes” als Inspirationsquelle angeben sollen?

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