Travis Scott erfuhr erst am nächsten Tag von den Toten bei seinem Konzert.
Während des Astroworld Festival in Houston, Texas war eine Massenpanik bei einem Auftritt des Rappers Travis Scott ausgebrochen, bei der mindestens acht Menschen im Gedränge starben. Kurz darauf wurde der Musiker beschuldigt, die Menge angestachelt zu haben, anstatt selbst zu helfen. Nun erklärt sein Anwalt aber, dass Scott erst am nächsten Tag von den Toten erfahren habe! Im Interview mit ‘MailOnline‘ sagt sein Anwalt Ed McPherson jetzt: „Er ist dort oben und versucht zu performen. Er kann nicht wissen, was da unten passiert. […] Travis hat das ganze Ausmaß erst am nächsten Morgen wirklich verstanden. Er wusste wirklich nicht, was da passiert.“ Für Scott habe der Krankenwagen wie ein Golfcart ausgesehen: „Wenn er da oben auf der Bühne steht und um ihn herum Lichter sind und er Ohrstöpsel mit lauter Musik im Ohr hat, kann er nichts hören. Er kann auch nichts sehen.“

Vor ein paar Tagen hatte eines der Opfer Klage gegen ihn eingereicht. In den Gerichtsdokumenten beschreibt der 29-jährige Manuel Souza, dass das Event eine „vorhersehbare und vermeidbare Tragödie“ gewesen sei und die Massenpanik Resultat des „Wunsches nach Profit auf Kosten der Konzertbesucher“. Weiter heißt es: „Die Angeklagten haben es versäumt, das Konzert ordnungsgemäß zu planen und sicher durchzuführen. Stattdessen haben sie das Risiko für die Konzertbesucher ignoriert und in einigen Fällen gefährliche Handlungsweisen sogar ermutigt.“

©Bilder:BANG Media International – Travis Scott at Parsons Benefit – Avalon – June 2021