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Mark Zuckerberg: „Es war mein Fehler, und es tut mir leid“

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Facebook-Chef Mark Zuckerberg (33) absolvierte am Dienstagnachmittag die erste von zwei Marathon-Anhörungen zum Datenskandal vor dem US-Kongress in Washington. In Anwesenheit seiner Anwälte beantwortete der normalerweise stets leger gekleidete Mann diesmal im dunkelblauen Anzug und hellblauer Krawatte den 44 Senatoren knapp fünf Stunden lang ihre Fragen zur missbräuchlichen Verwendung von Daten durch sein Unternehmen.

Laut „New York Times“ beantwortete er die Fragen „direkt und ohne Abwehr“. Einzige Panne: In einer der Pausen ließ er seinen Spickzettel auf dem Tisch liegen, den mehrere Journalisten sofort abfotografierten. Zu lesen waren demnach darauf die Fragen, die Zuckerberg erwartet hatte, unter anderem die nach seinem Rücktritt. Doch die wurde nicht gestellt.

„Privatsphären Albtraum“

Schon in seinem fünfminütigen Eingangsstatement bekannte Zuckerberg sich zu seiner persönlichen Verantwortung für den Nutzerdaten-Missbrauch: „Ich habe Facebook gestartet, ich leite es, und ich bin verantwortlich für das, was hier passiert“, sagte er. Und solange er Facebook führe, sei das Netzwerk dazu da, die Nutzer zu verbinden; die Interessen von Werbekunden seien dabei nachrangig. Bei der anschließenden Befragung durch die Senatoren stellten alle Beteiligten die Bedeutung, den Wert und das Recht auf Privatsphäre heraus – Senator John Thune aus South Dakota sprach dabei von einem „Privatsphären Albtraum“.

Im weiteren Verlauf des Termins betonte Zuckerberg, dass sein 2004 gegründetes Unternehmen derzeit konzentriert daran arbeite, die Privatinformationen der weltweit zwei Milliarden Nutzer künftig besser zu schützen. Unter anderem würden aktuell alle Apps mit Zugriff auf Nutzerinformationen untersucht. Erstmals und mehrfach brachte der Social-Media-Boss indirekt auch eine werberfeie Bezahl-Variante des Netzwerks ins Spiel, indem er sagte, die freie Version werde es immer geben.

Zweite Anhörung am Mittwoch

Zuckerberg muss vor dem Kongress aussagen, nachdem ein Whistleblower im März 2018 enthüllt hatte, dass die britische Firma Cambridge Analytica die Daten von geschätzten 87 Millionen Facebook-Nutzern gesammelt hatte, um potentielle Wähler während der Präsidentschaftswahlen 2016 im Sinne der Trump-Kampagne psychologisch zu beeinflussen. Zuckerbergs zweiter Termin vor dem US-Kongress steht am heutigen Mittwoch an.

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