Naomi Campbell: Wegen ihrer Hautfarbe landet sie nicht auf Magazincovern

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Naomi Campbell ist wegen ihrer Hautfarbe nicht auf bestimmten Magazincovern zu sehen.
Das 50-jährige Supermodel hat sich im Zuge der aktuellen Rassismus-Debatte für die Wochenendbeilage der ‘The Times’ zum Thema geäußert und offenbarte, dass es selbst aufgrund seiner Hautfarbe diskriminiert wird. "Es macht mich verdammt wild", so Campbell im Interview. "Letztes Jahr wurde mir aufgrund meiner Hautfarbe der Zugang zu einem Hotel im Süden Frankreichs verweigert. Es ist unhöflich. Es ist falsch. Und es gibt immer noch bestimmte Länder, in denen ich aus demselben Grund nicht auf Magazincovern zu sehen bin."

Campbell lobte unterdessen Anna Wintour, die Chefredakteurin der amerikanischen ‘Vogue’, dafür, dass sie sich für sie einsetzte. Sie fügte hinzu: "Ich denke, dass Anna Wintour kürzlich sehr mutig war. Sie gab zu, dass die Modeindustrie sehr verschwenderisch ist. Und sie sagte mir, dass sie sich mit [gewissen Mächten] anlegen musste, bevor ich das erste Mal auf der US-‘Vogue’ zu sehen war, wofür ich dankbar bin."

Die Britin empfand Aufnahmen von der Beerdigung des Afroamerikaners George Floyd, der vor wenigen Wochen in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota von einem Polizisten ermordet worden war, als "widerlich", wie sie auch zugab. Sie erklärte: "Was ich sehe, widert mich an – eine Beerdigung, die Resultat der Gewalt gegen Schwarze ist, die niemals aufzuhören scheint. Dazu kommt, dass ein koreanischer Freund von mir gestern im Supermarkt angespuckt wurde. Es ist falsch! Es ist krank!"

Die Nachrichten aus dem Vereinigten Königreich geben Campbell jedoch Hoffnung. Ihrer Meinung nach können junge Briten stolz darauf sein, wie sie sich während der Demonstrationen – beispielsweise in Bristol – verhalten haben. In der englischen Stadt wurde eine Statue von ihrem Sockel gehoben und entfernt. "Diese junge Generation, schwarz und weiß zusammen, entschieden, dass sie die Nase voll haben von Ungerechtigkeit", so das Model weiter. "Es gibt keine Entschuldigungen mehr."

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