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Queen und die Paradise Papers: Wie reich ist Elizabeth II. wirklich?

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Braut sich ein Skandal um Queen Elizabeth II. (91) zusammen? Aus den sogenannten „Paradise Papers“ geht offenbar hervor, dass in Übersee-Steueroasen aus dem Privatvermögen der Monarchin angeblich rund zehn Millionen Pfund (etwa 11,25 Millionen Euro) angelegt worden sein sollen, wie die BBC berichtet.

In einem Statement des Herzogtums Lancaster, das für das Vermögen der britischen Monarchie zuständig ist, heißt es demnach: „Wir operieren mit einer Anzahl von Investitionen und einige davon betreffen Übersee-Fonds. Alle unsere Investitionen sind komplett geprüft und legitim.“ Die Queen zahle Steuern auf alles Einkommen, das sie vom Herzogtum Lancaster erhalte. Illegal sind die Investitionen nicht, der Royal-Experte der BBC, Nicholas Witchell, nennt die Enthüllungen allerdings „peinlich“.

Woher bekommt die Queen ihr Geld?

Das Einkommen der Königin soll laut „The Sun“ von derzeit 76 Millionen Pfund (etwa 86 Mio. Euro) auf 82,2 Millionen (ca. 93 Mio. Euro) ab dem Jahr 2019 steigen. Im vergangenen Jahr schätzte „Forbes“ außerdem das Privatvermögen von Elizabeth II. insgesamt auf umgerechnet etwa 456 Millionen Euro. Das Geld stammt demnach hauptsächlich aus dem Herzogtum Lancaster.

Die Queen soll zudem Juwelen, Autos, Pferde sowie königliche und historische Gegenstände von großem Wert besitzen. Zu den Gebäuden, die der Queen gehören, zählen unter anderem Sandringham House und Balmoral Castle. Laut „Forbes“ sollen diese beiden Immobilien zusammen rund 90 Millionen Euro wert sein. Dazu kämen landwirtschaftliche Güter und Häuser in London.

Crown Estate sorgt für mehr Geld

Die persönlichen Ausgaben der Monarchin und die ihrer Familie werden durch einen jährlichen Regierungszuschuss gedeckt. Das Geld ist ein kleiner Anteil der Gewinne aus dem Crown Estate, einem riesigen Immobilienimperium, das der Krone gehört, dessen Einnahmen jedoch an das Finanzministerium gehen. Das Vermögen der Krone und das von Elizabeth II. sind voneinander getrennt. Die Queen kommt aber in den Genuss von Vermögenswerten, die der Krone zugeschrieben werden, einschließlich des Buckingham Palaces.

Obwohl die vom Crown Estate verwalteten Vermögenswerte nicht der Queen gehören, werden 15 Prozent der jährlichen Einnahmen daraus für die Unkosten der Monarchin verwendet. Das Geld fließt demnach in die Instandhaltung von Palästen, Gehälter der Hausangestellten, Reisen und königliche Veranstaltungen sowie Gartenpartys und Empfänge. Dass der Zuschuss an die Königin nun von 76 Million Pfund im Zeitraum 2017/18 auf 82,2 Millionen im Jahr darauf ansteigt, verdankt sie einer „Rekordleistung des Crown Estates“, der höhere Einnahmen erzielte, so „The Sun“.

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