Collien Ulmen-Fernandes

Collien Ulmen-Fernandes

Collien Ulmen-Fernandes: Glitzer für alle – auch für Jungs

Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes (40) möchte ihre Tochter nicht vorschreiben, mit was sie spielt und was sie anzieht.

Genderneutrale Erziehung

Die Hamburgerin bekam 2012 mit Ehemann Christian Ulmen (46) eine Tochter. Die ist jetzt schon alt genug, um mitzubekommen, wie das Leben so läuft. Und ihre Mama merkt, wie viel alte Rollenmuster noch in Kinderbüchern stecken. "Mir ist im Buchregal meiner Tochter aufgefallen, dass es in allen Gute-Nacht-Geschichten so ist, dass die Mama die Kinder ins Bett bringt und der Papa von der Arbeit kommt", erzählte die Reporterin im RTL 'VIPstagram'-Talk. Sie möchte, dass es mehr Freiheiten gibt: "Es geht erstmal darum, Begriffe wie Jungsspielzeug und Mädchenspiel zu vermeiden."

Collien Ulmen-Fernandes kauft auch Glitzerkostüme

Und auch bei Kleidung bleibt Collien Ulmen-Fernandes cool. Während sie früher eher in Hosen unterwegs war, kann ihre Tochter das aussuchen, was sie will. Auch wenn es in alte Klischees fällt. "Erstmal geht es darum, dass man die Kinder nicht beeinflusst. Wenn meine Tochter sagt, dass sie das rosa Glitzerkostüm will, dann kriegt sie das auch." Aber auch Jungs sollten ohne Angst mit Glitzerklamotten in die Schule gehen können. "Die haben gelernt, Glitzer ist nichts für Jungs."

Auch wenn sie sich bemüht, ihre Tochter frei von alten Mustern zu erziehen, muss sie zugeben, dass äußere Einflüsse stärker sind. "Gerade ist das Problem, dass die Jungen und Mädchen bei TikTok abhängen. Auch wenn wir das verbieten, gibt es Freundinnen, die haben TikTok-Accounts. Da gucken sie sich die ganze Zeit Videos an von Mädchen, die sich schminken und die Handtaschen in die Kameras halten." Da muss man dann einfach durchatmen. Zumindest bekommt Collien Unterstützung von ihrem Mann, der "ein sehr aktiver Vater" ist. "Er hatte aber auch keine andere Wahl", lachte Collien Ulmen-Fernandes im Gespräch mit 'Bild am Sonntag'. "Dadurch, dass ich gerade so viel drehe, ist Christian automatisch stärker in der Kinderbetreuung verhaftet."

Bild: Annette Riedl/picture-alliance/Cover Images