“Eine Vergewaltigung der Sprache”: Bei Dieter Hallervorden wird nicht gegendert

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Mit dem Gendern soll durch bewussten Sprachgebrauch mehr Inklusivität geschaffen werden. Doch viele stören sich an Sternchen, Unterstrich und Doppelpunkt, darunter auch Dieter Hallervorden.

Dieter Hallervorden macht nicht mit

Bei der Vorstellung des neuen Spielplans seines Berliner Theaters am Dienstag (24. August) fand der Schauspieler ('Honig im Kopf') deutliche Worte der Abneigung: "Das Schlosspark Theater wird, so lange ich da ein bisschen mitzumischen habe, sich am Gendern nicht beteiligen", erklärte der 85-Jährige laut 'DPA' und fügte hinzu: "Allen Mitarbeitern steht es natürlich frei, das zu handhaben, wie sie möchten. Aber alles, was von Seiten des Theaters herausgegeben wird, wird nicht dazu dienen, die deutsche Sprache zu vergewaltigen."

Fragwürdige Vergleiche

Ganz besonders stört den Comedy-Veteranen, dass seiner Wahrnehmung nach der Gebrauch "befohlen" wird. Im Sternchenkrieg griff er daher bei der Spielplan-Vorstellung zu drastischen Worten. Sprache entwickle sich zwar, doch "sie entwickelt sich nicht von oben herab auf Befehl. Es hat in der letzten Zeit nämlich zwei Versuche gegeben. Einmal von den Nazis und einmal von den Kommunisten. Beides hat sich auf Druck durchgesetzt, aber nur temporär – und zwar auf Zwang."

Ob sich der Star mit seiner geschichtlichen Bemühung jetzt unbedingt einen Gefallen getan hat, bleibt abzuwarten. Sicher wird Dieter Hallervorden manchem aus der Seele gesprochen haben — während sich die Sprache einfach weiterentwickelt.

Bild: FrankHoermann/SVEN SIMON/picture-alliance/Cover Images

via Cover Media

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