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Harvey Weinstein: Auslieferung nach Los Angeles

In New York sitzt er bereits eine 23-jährige Haftstrafe wegen diverser Sexverbrechen ab, doch jetzt könnte diese sogar auf 140 verlängert werden: Trotz heftiger Proteste seiner Anwälte — die ihren Mandanten als zu krank für eine Verlegung bezeichneten — wurde Harvey Weinstein (69) von den Justizbehörden im Big Apple an Los Angeles ausgeliefert.

Elf weitere Vergehen kommen zur Verhandlung

Hier soll sich der ehemalige Filmproduzent ('Shakespeare In Love') wegen elf weiterer Vergehen vor Gericht verantworten. Insgesamt fünf Frauen sollen von ihm sexuell misshandelt worden sein. Harvey Weinstein hat stets beteuert, dass der Sex einvernehmlich war. Am Dienstag (20. Juli) wurde er in New York in den Flieger gesetzt, etwas über einen Monat, nachdem die Behörden die Auslieferung genehmigt hatten. Hier hatte er seit März 2020 im Hochsicherheitsgefängnis Wende Correctional Facility eingesessen.

Ein fairer Prozess für Harvey Weinstein

Wenn alles glatt läuft, könnte Harvey Weinstein schon am Mittwoch zu einer ersten Anhörung in Los Angeles erscheinen. Der Los Angeles County District Attorney glaubt, dass der Prozess innerhalb der nächsten vier Monate stattfinden kann. Weinsteins Sprecher Juda Engelmayer betonte in einem Statement: "Wir werden dafür kämpfen, dass Harvey die nötige medizinische Versorgung erhält und natürlich auch dafür, dass er fair behandelt wird. Ein ordnungsgemäßer Ablauf, die Unschuldsvermutung und eine gerechte Verhandlung stehen ihm noch immer zu." Ein Schuldbekenntnis sollten wir derweil nicht erwarten. Harvey Weinstein, so sein Sprecher, hält sich nach wie vor für unschuldig.

Bild: Dennis Van Tine/Geisler-Fotopres/picture-alliance/Cover Images

via Cover Media

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